
Fettleibigkeit ist einer der häufigsten stillen Feinde in der geriatrischen Veterinärmedizin. Aber Achtung: Eine unkontrollierte Diätrestriktion kann genauso schädlich sein. Es geht nicht nur ums Abnehmen, sondern darum, die Magermasse zu erhalten und eine energie-proteinbedingte Mangelernährung zu verhindern.
Eine gut angepasste Diät sollte Faktoren wie:
berücksichtigen.
👉 Das Ziel ist ein idealer Körperzustand (BCS 4–5 von 9), mit genügend Energie für lebenswichtige Funktionen – aber ohne leere Kalorien oder übermäßige Fette.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist es, die Proteinzufuhr im Alter zu reduzieren, „um die Nieren zu schonen“. Tatsächlich gibt es keine starken Beweise dafür, dass Proteine die Nieren schädigen. Liegt keine Nierenerkrankung vor, kann eine Reduktion den Muskelabbau sogar beschleunigen.
Senioren-Hunde und -Katzen brauchen Proteine mit hoher Qualität und Bioverfügbarkeit (z. B. Huhn, Ei, Fisch), um ihre Muskulatur und Immunabwehr zu erhalten.
👉 In der Geriatrie bedeutet Muskel = Funktionalität. Gute Ernährung ist Prävention gegen beschleunigtes Altern.
Noch vor 30 Jahren war geriatrische Ernährung in der Tiermedizin fast Science-Fiction. Heute wissen wir: eine präzise abgestimmte Ernährung kann Vitalität verlängern, Krankheiten vorbeugen und Funktionalität erhalten.
❌ Nicht jedes „Senior“-Futter ist ideal:
Deshalb ist es wichtig, den Tierarzt einzubeziehen, um die richtige Formel zu wählen. Bei Bedarf können auch funktionale Ergänzungen erwogen werden.
👉 Ältere Katzen haben oft eine reduzierte Fettverdauung. Hochverdauliche Lipide wie gereinigtes Fischöl sind hier besser geeignet.
Dein Senior-Haustier braucht nicht automatisch nur Light-Futter. Eine komplette geriatrische Untersuchung zeigt, ob ein Standardfutter reicht oder eine personalisierte Diät mit hochwertigem Protein besser ist.
Ein geriatrischer Check-up geht über das Stethoskop hinaus:
👉 In solchen Terminen kann der Tierarzt die Ernährung anpassen, Diagnosen ergänzen und einen Plan entwerfen, der Vitalität und Lebensqualität verlängert.
Viele ältere Hunde und Katzen leiden an:
➡️ In diesen Fällen muss die Ernährung individuell angepasst werden.
Bei älteren Katzen nimmt der Geruchssinn ab → weniger Appetit.
👉 Warmes Nassfutter (ca. 38 °C) steigert die Futteraufnahme deutlich.