
Es wurde ein direkter Zusammenhang zwischen dem Body-Mass-Index der Besitzer und der körperlichen Verfassung ihrer Hunde festgestellt. Mit anderen Worten: Die Gewohnheiten zu Hause wirken sich – im wahrsten Sinne des Wortes – auf das Gewicht Ihres Haustieres aus. Eine Änderung von Routinen wie der Größe der Futterportionen, der Häufigkeit von Spaziergängen oder der Belohnungen ist in der Regel effektiver, wenn sie auf Familienebene erfolgt.
Wenn es um Übergewicht bei Haustieren geht, reicht es nicht aus, auf die Waage zu schauen oder sich auf das Auge des Tierhalters zu verlassen. Um wirklich festzustellen, ob ein Hund oder eine Katze fit ist, verwenden wir Tierärzte ein wissenschaftliches und einfaches Instrument: den Body Condition Score (BCS).
Diese Skala von 1 bis 9 ist der beste Verbündete, um überschüssiges Fett zu erkennen, bevor es zu einem Gesundheitsproblem wird. In einer 14-jährigen Studie mit 48 Labradoren lebten Hunde, die so gefüttert wurden, dass sie einen idealen Körperzustand beibehielten, im Durchschnitt 1,8 Jahre länger als ihre Geschwister, die „nach Bedarf” gefüttert wurden. Außerdem entwickelten sie später chronische Krankheiten. Fazit: Die Body Condition Scale (BCS) ist keine kleine Zeichnung, sondern buchstäblich ein Prädiktor für die Lebenserwartung.
Die BCS (Body Condition Score) ist ein visuelles und taktiles System, mit dem das Gesamtkörperfett eines Tieres bewertet werden kann. Es hängt nicht vom absoluten Gewicht ab, sondern vom Verhältnis von Fett zum Körper.
Wussten Sie das?
Die BCS-Skala wurde ursprünglich aus dem Bewertungssystem für Rinder übernommen und von führenden veterinärmedizinischen Universitäten wie Tufts und Ohio State University für Hunde und Katzen perfektioniert. Heute ist sie Teil der offiziellen Richtlinien der WSAVA.
So können zwei Hunde mit dem gleichen Gewicht sehr unterschiedliche Werte aufweisen: einer mager und der andere übergewichtig.
Die Skala reicht von 1 (extreme Magerkeit) bis 9 (schwere Fettleibigkeit).
Das Ideal liegt je nach Art und Körperbau bei 4/9 oder 5/9.
Gesundheitsziele:
📸 Das Dokumentieren des Fortschritts mit Fotos und regelmäßigen Kontrollen hilft, die Motivation aufrechtzuerhalten und die Einhaltung des Plans zu verbessern.
Die Beurteilung des Körperzustands erfordert keine Instrumente, sondern nur Beobachtung, Abtasten und Übung.
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Verwenden Sie die 9-Punkte-Skala für den Körperzustand (BCS): Ideal ist 4–5 / 9. Sie sollten die Rippen mit leichtem Druck abtasten, die Taille von oben betrachten und die Bauchwölbung von der Seite betrachten. 8–9 / 9 = Fettleibigkeit. Diese von der WSAVA validierte Selbstkontrolle ist zuverlässiger als eine „Augenmessung” und gibt Ihnen ein klares Ziel für den Abnehmplan.
Eine einfache Methode zur Bewertung des Körperkonditionsscores zur Aufrechterhaltung des optimalen Körpergewichts bei Hunden
1. Ansicht von oben:
Betrachten Sie Ihr Haustier von oben. Hinter den Rippen sollte eine ausgeprägte Taille zu sehen sein. Ist die Kontur gerade oder konvex, liegt wahrscheinlich ein Fettüberschuss vor.
2. Seitenansicht:
Im Profil sollte der Bauch nach hinten leicht angehoben sein (Bauchstraffung). Ist er hängend oder mit dem Brustkorb ausgerichtet, liegt Übergewicht vor.
3. Abtasten:
Fahren Sie mit der Hand sanft über die Seite.
Viele Tierhalter unterschätzen das Gewicht ihres Haustieres. In Studien verbesserten die Besitzer nach einer kurzen Schulung zur Verwendung der 9-Punkte-Skala ihre Fähigkeit, den Körperzustand ihrer Tiere zu beurteilen, deutlich. Eine einfache visuelle und taktile Überprüfung kann helfen, die Ernährung besser anzupassen und Übergewicht zu vermeiden.
Der BCS dient nicht nur zur Erkennung von Fettleibigkeit, sondern hilft auch, diese zu verhindern und die Wirksamkeit einer Diät oder Behandlung zu überwachen.
Ein Wert über 6/9 wird bereits mit Stoffwechsel- und orthopädischen Störungen in Verbindung gebracht.
Eine monatliche Überprüfung des Körperzustands kann größere Komplikationen vermeiden.
Ihr Tierarzt rät Ihnen
Bei übergewichtigen Hunden mit Arthrose führt bereits eine Gewichtsreduktion von 6 bis 9 % ihres Körpergewichts zu einer deutlichen Verringerung der Lahmheit und einer Verbesserung ihrer Beweglichkeit. Mit anderen Worten: Ein einziger Punkt weniger auf der Körperkonditionsskala kann den Unterschied zwischen einem angenehmen Spaziergang und dem Vermeiden von Treppensteigen ausmachen.
Übergewicht bei Katzen erhöht das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken, um das 2- bis 4-fache im Vergleich zu Katzen mit einem idealen BCS. Diese 6/9 oder 7/9, die „ein bisschen zu viel” erscheinen, sind nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern ein ernstzunehmender metabolischer Risikofaktor.